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Literatur und Kommerz im Russland des 19. Jahrhunderts

Institutionen, Akteure, Symbole

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Der vorliegende Sammelband vereint literaturwissenschaftliche, historische und soziologische Untersuchungen zur literarischen Produktion im Russland des 19. Jahrhunderts. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses steht der Autor im Spannungsfeld von privatem Haushalt, institutioneller Abhängigkeit und juristischen Normen. Aus den Einzelstudien des Bandes wird deutlich, dass sich die Entwicklungsbedingungen der russischen Literatur im Laufe des 19. Jahrhunderts grundlegend verändert haben. Ausgehend von der Genieästhetik der russischen Romantik bildet sich gegen 1830 ein gesellschaftlicher Konsens heraus, dass Literatur eine Ware wie jede andere sei. Wenig später lässt sich aber bereits eine Gegenbewegung beobachten: Die Romanautoren des russischen Realismus bewerten ein rein zweckrationales Wirtschaften fast durchweg negativ und stellen ihm Tauschsysteme gegenüber, die nicht selten religiös fundiert sind. Die unaufhaltsame Kommerzialisierung des russischen Buchmarkts wird also von Medium Literatur selbst durch archaisierende Wahrheits- und Wertkonzepte konterkariert.

Pano Verlag
Basler Studien zur Kulturgeschichte Osteuropas (BSKO), Band 8
, 399 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-907576-67-0
37,00 €

Andreas Guski, Jahrgang 1943, ist Ordinarius für Slavistik an der Universität Basel. Forschungsgebiete: Sowjetliteratur, Romantik, tschechische Literatur.

Dr. Ulrich Schmid, Jahrgang 1965, ist Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands an der Universität St. Gallen.

Basler Studien zur Kulturgeschichte Osteuropas (BSKO)

Die «Basler Studien zur Kulturgeschichte Osteuropas» (BSKO) werden von Prof. Dr. Thomas Grob (Basel), Prof. Dr. Andreas Guski (Basel), Prof. Dr. Heiko Haumann (Basel), Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk (Basel) und Prof. Dr. Ulrich Schmid (St. Gallen) herausgegeben. In der Reihe erscheinen sowohl kulturgeschichtlich als auch philologisch ausgerichtete Forschungsarbeiten. In den einzelnen Bänden spiegelt sich die aktuelle Osteuropa-Forschung, die neue Themen und aktuelle methodologische Ansätze aufgreift.

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