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Vor dem Spiegel

Selbstsorge bei Demenz im Kontext von Spiritual Care

  • Spannungsfelder des Begriffs Selbstsorge
  • Vielfältige Stimmen von Menschen mit Demenz
  • Zum Beitrag der Seelsorge als spezialisierter Spiritual Care
CHF 34.80
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Autorinnen & Autoren

«Das Dokument, das mit diesem Gespräch entsteht, ist eine gute Art und Weise, mir mein Leben zu vergegenwärtigen. Es ist, wie wenn ich in den Spiegel schaue und mich frage: ‹Und jetzt, was kommt? Was machst du damit?› Es ist gut, dass ich meine Erlebnisse und Erfahrungen zu Papier bringen kann – aber man muss auch wissen, was man sagt, und auch, was man nicht sagt.»

Wie gehen Menschen mit Demenz selbst mit ihrer Situation um? Wie tragen sie für sich und ihr Umfeld Sorge?
Obwohl Michel Foucault den Begriff der Selbstsorge für viele Lebensbereiche wirkungsvoll in die Moderne übertragen hat, wird er in Bezug auf Menschen, die an Demenz erkrankt sind, kaum verwendet. Hier bestimmt die Fürsorgeperspektive die Diskussion. Franzisca Pilgram-Frühauf ändert in ihrer Untersuchung bewusst die Blickrichtung und stellt lebensgeschichtliche Erzählungen von Menschen mit einer beginnenden Demenz ins Zentrum. Diese Herangehensweise wirkt defizitorientierten Deutungsmustern entgegen und fördert die gesellschaftliche Würdigung der Betroffenen.
Die autobiografifischen Dokumente zeigen das breite Spektrum spiritueller Selbstsorge zwischen Trost, Sehnsucht und Schmerz auf und machen deutlich, dass die Sorge um sich selbst über das eigene Spiegelbild hinausgeht.

, 168 Seiten, 15.0 x 22.5 cm, Paperback
ISBN 978-3-290-18418-6
CHF 34.80

Franzisca Pilgram-Frühauf, Dr. phil., Jahrgang 1977, war Projektmitarbeiterin an der Professur für Spiritual Care der Universität Zürich und arbeitet als Fachverantwortliche für Spiritualität & Lebenssinn am Institut Neumünster (Zollikerberg).

Aktuelles

Vorlesung von Franzisca-Pilgram-Frühauf: Vor dem Spiegel – narrative Selbstsorge und Spiritual Care

Mittwoch, 20. Oktober 2021, 16:15 Uhr, Universität Zürich


Die Ringvorlesung stellt die Lebensgestaltung von Menschen mit Demenz in den Mittelpunkt: Wie tragen betroffene Personen um sich selbst und andere Sorge? Rahmengebend ist dabei einerseits der akteurs- und alltagszentrierte Ansatz der kulturwissenschaftlichen Altersforschung, andererseits das Forschungs- und Praxisfeld der Spiritual Care. Die 10 Referate der Ringvorlesung konzentrieren sich vor diesem Hintergrund auf vier verschiedene Themenbereiche: perspektivische Rahmungen und Alltagspraktiken; Selbstvertretung und Selbsthilfe; die Bedeutung von Sprache, Erzählung und Spiritualität; die Rolle des Umfeldes.
In ethisch-kritischer Absicht zielt die Ringvorlesung darauf, gesellschaftliche Hindernisse für ein selbstbestimmtes Leben mit Demenz zu erfassen. Ebenso geht es darum, Merkmale einer Kultur der Sorge auszumachen, in der das Selbstsorgehandeln von Menschen mit Demenz (an-)erkannt und – auf nicht-bevormundende Weise – unterstützt wird.

Flyer als PDF
 


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