Eduard Herzog
hg. von Angela Berlis, Martin Bürgin
- Sämtliche Hirtenbriefe des ersten Bischofs der Christkatholischen Kirche der Schweiz
- Mit historischer Einführung
- Einblicke in den Kulturkampf
Vor 150 Jahren, im September 1876, wurde Eduard Herzog zum ersten Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz geweiht. Aus seiner 48-jährigen Amtszeit liegen 52 Hirtenbriefe an die Gläubigen vor. Darin griff er aktuelle Fragen auf wie die religionspolitischen Auseinandersetzungen des Kulturkampfs, die Gründung der Utrechter Union (1889), das Verhältnis von Kirche und Staat oder die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in der Schweiz. Zugleich bezog Herzog in seinen Hirtenbriefen Stellung zu grundlegenden pastoralen und spirituell-theologischen Anliegen, die für die Gegenwart kaum an Relevanz verloren haben. Die Hirtenbriefe zeugen aber auch von Herzogs Qualität als Bibelwissenschaftler: Herzog, der als Professor für Neues Testament an der christkatholischen Theologischen Fakultät in Bern wirkte, verfasste keinen Hirtenbrief ohne gewissenhafte Bibelexegese.
katholon, Band 4
2026, 650 Seiten, 15.0 x 22.5 cm, Paperback
ISBN 978-3-290-18843-6
ca. CHF 25.00
Eduard Herzog Eduard Herzog (1841–1924) war der erste Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz. Er wurde im Juni 1876 durch die Nationalsynode in Olten gewählt und im September 1876 in Rheinfelden geweiht. In den 48 Jahren seines Episkopats leistete er Grundlegendes zur inneren und äusseren Festigung seiner Kirche und wurde zu einem international anerkannten ökumenischen Pionier. Von 1874 bis zu seinem Tod lehrte Eduard Herzog ausserdem Neues Testament an der christkatholischen Theologischen Fakultät und war 1884/85 Rektor der Universität Bern.
Angela Berlis, Dr. theol., Jahrgang 1962, ist Professorin für Geschichte des Altkatholizismus und Allgemeine Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Bern.
Martin Bürgin, Jahrgang 1984, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Geschichte des Altkatholizismus und Allgemeine Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Bern.
